Wendelungsmethoden in ARCHICAD 21

von GRAPHISOFT · aktualisiert am 07.6.2017

Es gibt vier verschiedene Wendelungsmethoden um eine Treppe in ARCHICAD zu konstruieren (das heißt, alle Auftritte der Treppe sind gleich, sowohl auf der Geraden als auch im Bereich der Wendelung):

 

  • Ein Punkt Methode
  • Zwei Punkte Methode
  • Hilfslauflinie Methode
  • Hauptlinien Methode

 

Bis auf die „Ein Punkt Methode“ basieren alle Wendelungsmethoden auf zwei Versionen. Je nachdem ob in der Mitte der Wendelung eine Setzstufe oder ein Auftritt ist. Nachstehend finden Sie die verschiedenen Varianten und deren Erläuterung:

 

Ein-Punkt-Methode:

Steigung auf der Winkelhalbierenden

  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen. Die Trittstufe die dem Wendelungspunkt am nächsten kommt, gilt als Winkelhalbierende.
  • Die Start- und Endlinien der Wendelung (letzte gerade Trittstufe) werden über die Eingabe der Wendelstufen definiert.
  • Die Start- und Endlinien bilden gleichzeitig den Schnittpunkt für den Wendelungsbereich.
  • Die gleichbleibenden Trittstufen werden über die Lauflinienpunkte definiert.

 

Zwei-Punkt-Methode:

Steigung auf der Winkelhalbierenden

 

  • DerMittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:
    • Eine Steigung im Bereich der Winkelhalbierenden
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit der auf der winkelhalbierenden platzierten Setzstufe.
  • Start- und Endpunkt der Wendelung – erste und letzte gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen
  • Start- und Endpunkt der Wendelung bilden in Verlägerung zur winkelhalbierenden Steigung die zwei Verzugspunkte
    Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Laufline gemessen und ist verbunden mit den zugehörigen Verzugspunkten.

 

Auftritt in der Mitte der Winkelhalbierenden:

 

  • Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:
    • Eine einzelner Auftritt wird symmetrisch auf der Winkelhalbierenden platziert.
    • Die min. verjüngende Trittstufenbreite wird auf der inneren Außenkante der Wendelung bestimmt, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.
    • Die zwei Verzugspunkte auf der inneren Außenkante der Wendelung werden über die Start- und Endpunkte der Wendelung gebildet.
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit dem symmetrisch platzierten Auftritt
  • Start- und Endpunkt der Wendelung – erste und letzte gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen
  • Start- und Endpunkt der Wendelung bilden in Verlägerung zur Winkelhalbierenden Steigung die zwei Verzugspunkte
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Laufline gemessen und ist verbunden mit den zugehörigen Verzugspunkten

 

Hilfslaufline:

Steigung auf der Winkelhalbierenden

  • Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:
    • Eine Steigung im Bereich der Winkelhalbierenden
    • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen beginnend mit dem Schnittpunkt aus der Laufline und der Winkelhalbierender
    • Die min. verjüngende Trittstufenbreite wird auf der inneren Außenkante der Wendelung bestimmt, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.
    • Die zwei Verzugspunkte auf der inneren Außenkante der Wendelung werden über die Start- und Entpunkte der Wendelung gebildet.
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit der auf der winkelhalbierenden Setzstufe
  • Start- und Endpunkt der Wendelung – erste und letzte gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen
  • Start- und Endpunkt der Hilfslauflinie werden über die innenliegenden Setzstufen definiert und auf die Achse der Start- und Endpunkte der Wendelung verlängert
  • Die Punkte werden über die Start- und Endpunkte der Wendelung mit dem Schnittpunkt der Winkelhalbierenden mit der Abstand X erstellt.
  • Der Abstand X wird mehrfach auf der Startlinien abgeleitet. Durch die gleichmäßige Aufteilung der Auftritte bilden diese Linien den Winkel der jeweiligen Trittstufe

Auftritt in der Mitte der Winkelhalbierenden

  • Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:
    • Eine einzelner Auftritt wird symmetrisch auf der Winkelhalbierenden platziert.
    • Die min. verjüngende Trittstufenbreite wird auf der inneren Außenkante der Wendelung bestimmt, symmetrisch zur Winkelhalbierenden
    • Die zwei Verzugspunkte auf der inneren Außenkante der Wendelung werden über die Start- und Endpunkte der Wendelung gebildet.
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit dem symmetrisch platzierten Auftritt
  • Start- und Endpunkt der Wendelung – erste und letzte gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen
  • Start- und Endpunkte der Wendelung werden verlängert, ebenfalls die Steigungslinen des Auftritts in der Winkelhalbierenden.
  • Die Punkte werden über die Start- und Endpunkte der Wendelung mit dem Schnittpunkt der Winkelhalbierenden mit der Abstand X erstellt.
  • Der Abstand X wird mehrfach auf der Start- und Endpunktlinien der Wendelung abgeleitet. Durch die gleichmäßige Aufteilung der Auftritte bilden diese Linien den Winkel der jeweiligen Trittstufe

Hauptlinienmethode:

Steigung auf der Winkelhalbierenden

  • Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:
    • Eine Steigung im Bereich der Winkelhalbierenden
    • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen beginnend mit dem Schnittpunkt aus der Laufline und Winkelhalbierender
    • Die Hauptlinienmethode wird konstruiert, indem man die Lauflinie auf 200 mm von der Innenkante versetzt
    • 2/3 des Auftritts wird entlang der Hauptlinie in beide Richtungen gemessen
    • Die Punkte zwischen der Lauflinie und der Hauptlinien werden definiert über die zwei zentralen Auftritte
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit der auf der winkelhalbierenden Setzstufe
  • Start- und Endpunkt der Wendelung – erste und letzte gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen
  • Start- und Endpunkt der Hilfslauflinie werden über die innenliegenden Setzstufen definiert und auf die Achse der Start- und Endpunkte der Wendelung verlängert
  • Der Auftritt wird mehrfach auf die Start- und Endpunktlinien abgeleitet auf dem Schnittpunkt der ersten Setzstufe.
  • Start- und Endpunkte sind jeweils mit den Schnittpunkten zwischen Lauflinie und Steigung verbunden. Diese Linien bilden die Basis für den Verzugswinkel

Auftritt in der Mitte der Winkelhalbierenden

  • Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:
    • Eine einzelner Auftritt wird symmetrisch auf der Winkelhalbierenden platziert.
    • Die Hauptlinienmethode wird konstruiert, indem man die Lauflinie auf 200 mm von der Innenkante versetzt
    • 1/2 des Auftritts wird entlang der Hauptlinie in beide Richtungen gemessen
    • Die Punkte zwischen der Lauflinie und der Hauptlinie definieren den symmetrisch ausgerichteten Auftritt
  • Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit dem symmetrisch ausgerichteten Auftritt
  • Start- und Endpunkt der Wendelung – erste und letzte gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen
  • Start- und Endpunkt der Hilfslauflinie werden über die innenliegenden Setzstufen definiert und auf die Achse der Start- und Endpunkte der Wendelung verlängert
  • Der Auftritt wird mehrfach auf die Start- und Endpunktlinien abgeleitet, beginnend mit dem symmetrisch platzierten Auftritt
  • Start- und Endpunkte sind jeweils mit den Schnittpunkten zwischen Lauflinie und Steigung verbunden. Diese Linien bilden die Basis für den Verzugswinkel