Geometriekonvertierung für den IFC-Export

Diese Einstellungen legen fest, wie die Geometrie der zu IFC exportierten ARCHICAD-Elemente umgewandelt werden soll.

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Nur Geometrien exportieren, die “An Kollisionsüberprüfungen teilnehmen”

Es werden nur Elemente exportiert, bei dessen ARCHICAD-Baustoff die Option “Bei Kollisionsprüfungen berücksichtigen” aktiviert ist. (Dies kann unter Optionen > Element Attribute > Baustoffe > Eigenschaften eingestellt werden).

Verwenden Sie diese Exportoption, um auch mehrschichtige Elemente und komplexe Profile zu exportieren, die keine massiven Geometrien haben, so wie echte Luftschichten. Auf diese Weise können HKLSE-Ingenieure (die die ARCHICAD IFC-Datei empfangen) ohne Kollisionserkennung Rohre in den Zwischenräumen platzieren; nur die Elemente mit einer echten Geometrie werden bei der Kollisionsüberprüfung berücksichtigt.

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Siehe auch Kollisionserkennung.

Umrandungsbox exportieren

Exportiert die Abmessungen des Begrenzungsrahmens der Gebäudeelemente.

Geometrie der IFC-Produkttypen exportieren

Weist jedem Produkttyp eine repräsentative Geometrie zu. (Diese Option ist für Concept Design BIM 2010 erforderlich.)

Jeder Typ (z. B. IfcFurnishingElementType) verwendet eine repräsentative Geometrie der dazugehörigen Elemente (z. B. IfcFurnishingElement).

BREP Geometrie in der aktuellen Farbe für alle Elemente nutzen

Alle Modellelemente mit BREP-Geometrie (Randprofil-Darstellung) werden exportiert. BREP ist eine präzise, aber nicht-parametrische Geometrie.

Die Elemente werden in der in der aktuellen ARCHICAD-Ansicht dargestellten Farbe exportiert, einschließlich die durch grafische Überschreibung, Umbau-Status und Projektmarker-Korrektur oder Markierung definierten Farben.

Dreiecks-Oberflächen von BREPs (nur wirksam mit IFC4-Schema)

Die BREP-Geometrie wird als triangulierte Oberfläche gesichert – eine Option, die von manchen Modellvisualisierungs-Anwendungen beim Import von IFC-Dateien favorisiert wird. Diese Option – die nur funktioniert, wenn Sie das IFC4-Schema verwenden – erzeugt eine kompakte geometrische Beschreibung, durch die die Dateigröße verringert werden kann.

Mehrschichtige Bauteile und komplexe Profile in einzelne Elemente auflösen

Sichert mehrschichtige Elemente und komplexe Profile als sogenannte “Bauelement-Teile”. Das bedeutet, dass das Hauptelement (z. B. IfcWall) als Container-Element ohne Geometrie gesichert wird, und seine Teile (die Schichten oder Profilkomponenten) liefern die Geometrie.

Diese Exportoption bewahrt die ursprünglichen Farben aller Gebäudeteile, statt das Element in einer einzigen Farbe zu exportieren.

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Mehrschichtige komplexe Geometrien (nur mit IFC 2×3 Schema)

Anmerkung: Kann nicht angewendet werden, wenn das Kästchen “Mehrschichtige Bauteile und Profile in einzelne Elemente auflösen” aktiviert ist, oben.

Wählen Sie aus, wie mehrschichtige Bestandteile und komplexe Elemente beim Exportieren nach IFC behandelt werden sollen.

Diese Option wirkt sich auf mehrschichtige ARCHICAD-Elemente (mehrschichtige oder Profile) mit einer komplexen (z. B. geneigten) Geometriedarstellung aus.

Bauelement-Teile: Erstellt mehrere Sub-Elemente mit jeweils eigenen Informationen zu Geometrie und Material. Jedes Unterelement ist dem IFC-Material oder Profil zugewiesen, das durch seinen Baustoff (Schnittschraffur) in ARCHICAD dargestellt ist.

Profile: Die komplexe Geometrie wird in ein einzelnes IFC-Element mit einer Profilgeometrie und einem IFC-Material umgewandelt. (Die empfangende Applikation kennt die genaue Reihenfolge der verschiedenen Bestandteile/Schichten nicht.)

Anmerkung: Diese Option wird durch die in ARCHICAD momentan aktive Strukturdarstellung (Menü Dokumentation) beeinflusst, wenn die sichtbaren Elemente der Ansicht exportiert werden. Wenn das exportierte Modell beispielsweise “Nur den Kern” verwendet, hat die Option “Profile” keine Auswirkung auf eine geneigte mehrschichtige Wand, weil die sichtbare Wand aus einer einzelnen Kernschicht besteht.

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Elemente in Solid Element Operationen

Extrudiert/rotiert: Diese Methode behält die Parameterwerte des Elements bei (z. B. Dicke, Höhe, Lage der Referenzlinie oder der Kante). Die Schichtstruktur des Mehrschichtbauteils kann wegen der IFC-Standardbeschränkungen nicht vollständig beibehalten werden. Bestimmte spezielle Schnitte werden nicht beibehalten.

Dies ist das Format, das normalerweise von Statik-Analyseprogrammen unterstützt wird, wobei Element-Parameter wichtig sind, aber ihre speziellen Schnittwinkel (z. B. die abgeschrägte Kante einer Decke) sind nicht von Bedeutung.

BREP: Diese Methode bietet die genaueste Reproduktion der Elementgeometrie mit ihren speziellen Schnitten und Verbindungen. Die Parameter der Elemente gehen jedoch verloren und die BREP (Boundary Representation)-Elemente aus einer importierten IFC-Datei werden in nicht editierbare Elemente umgewandelt. Diese Methode ist hilfreich beim Workflow “Referenzmodell”.

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Elemente mit Verbindungen

Extrudiert/rotiert ohne Verbindungen: Elemente werden ohne die prioritätsbasierten Verschneidungen exportiert; dies ergibt einen schnelleren Exportprozess. Diese Option wird empfohlen für Strukturanalyseprogramme, für die die Referenzlinien/Oberflächeninformationen der Elemente ausreichen und für die keine ausführlichen Verschneidungen benötigt werden.

BREP: Elemente werden zusammen mit ihren Verbindungen exportiert für eine präzise Geometrie.

Der Unterschied bei den beiden Exportmethoden ist hier illustriert:

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Decken mit geneigter(n) Seitenfläche(n)

Extrudiert: Decken werden mit senkrechten Kanten exportiert (auch wenn ihre ursprüngliche Geometrie eine geneigte Kante enthielt).

BREP: Decken werden mit der genauen Geometrie exportiert; so werden die geneigten Deckenkanten wiederhergestellt.

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Alte Geometriemethode wie in Coordination View 1.0 benutzen:

Verwenden Sie diese Option, wenn Sie eine eigene individuelle MVD erstellt haben auf der Basis der Geometriemethoden von Coordination View Version 1.0.

IFC Geländegeometrie

Wählen Sie aus, wie die nach IFC exportierte ARCHICAD-Geländegeometrie dargestellt werden soll.

ARCHICAD-Elemente werden als Geländegeometrie betrachtet, wenn sie mit “IfcSite” als IFC Typ klassifiziert wurden. (Siehe Typ-Zuordnung für den IFC-Export.)

Anmerkung: Wenn Sie eine Zuordnung nach Elementtyp durchführen statt nach Klassifizierung, sichern Sie das Element als Objekt mit dem Subtyp “IFC Gelände”.

Wählen Sie eine der folgenden Geländegeometrie-Methoden aus, abhängig davon, welche die empfangende Applikation lesen kann:

Massiver Körper: Geometrische Darstellung als Volumenkörper, begrenzt durch ihre Mantel- und Begrenzungsflächen. Alle Flächen sind plan und alle Kanten sind gerade Linien.

Nur Oberfläche oben: Geometrische Darstellung nur der Oberflächen (Oberseite).

Oberfläche oben als Drahtmodell: Geometrische Darstellung mit Konturen und Punkten.

Anmerkung: ARCHICAD kann alle drei Arten der Darstellungen dieser IFC-Geländegeometrie importieren.

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Exportieren von Tragwerksöffnungen und Löchern als separaten Elementen

Bei diesem Parameter bezieht sich „Öffnungen” auf die durch Türen, Fenster und Dachfenster erzeugten Hohlräume in ihrem jeweiligen Host-Element sowie auf die Löcher in tragenden Elementen (z. B. in Unterzügen, Decken oder Dächern).

Anmerkung: Mit Solid Element Operationen erstellte Löcher werden nicht berücksichtigt.

In IFC bleiben diese exportierten Öffnungen auf ihre Host-Elemente (z. B. Wand) bezogen sowie ggf. auf Tür/Fenster/Dachfenster.

Wählen Sie eine Option zur Angabe dieses Exportparameters:

Immer: Die Löcher und Hohlräume werden immer als separate Elemente exportiert, unabhängig von der Methode, mit der ihr Host-Element (z. B. Wand) exportiert wird.

Beispiel: Eine Wand mit einem Fenster wird mit dieser Option als IFC exportiert. Die resultierende IFC-Datei enthält drei exportierte Elemente: Wand, Fenster und die Fensteröffnung (Hohlraum). Die Beziehung zwischen diesen Elementen bleibt intakt. Die exportierte Öffnung/der Hohlraum ist kein sichtbares Modellelement, sondern wird in der IFC-Dateihierarchie aufgelistet.

Nur für extrudierte/rotierte Elemente: Nur die Öffnungen der als extrudiert/rotiert exportierten Elemente werden als separate Elemente exportiert. Elemente, die die BREP-Exportmethode verwenden, werden bereits mit den darin enthaltenen Löchern exportiert; in diesem Fall werden ihre Öffnungen der exportierten Datei nicht als separate Elemente hinzugefügt.

Beispiel: Eine Wand mit einem Fenster wird mit dieser Option als IFC exportiert. Die Wand (basierend auf anderen Geometriekonvertierungs-Optionen) wird mit der BREP-Methode umgewandelt. Daher ist die Betrachtung von Öffnungen als separate Elemente nicht relevant. Die resultierende IFC-Datei enthält zwei exportierte Elemente: Wand und Fenster, die keine Beziehung zueinander haben.

IFC Geländestandort abstimmen mit:

Definieren Sie den Standort der IFC-Geländeeinheit, falls in ARCHICAD ein Überprüfungspunkt definiert wurde. (Siehe auch Verwendung von Vermessungspunkten in ARCHICAD-Menüs, nachstehend.)

ARCHICAD Projekt-Ursprung: Suchen Sie die IFC-Geländeeinheit am Projekt-Ursprung, wenn Sie eng am ARCHICAD-Projektursprung arbeiten, aber dennoch die Modellkoordinaten relativ zu einem nationalen Festpunkt definieren wollen (mithilfe des Vermessungsspunkts). Auf diese Weise wird ein weiter Versatz in der IFC-Datei nicht als Teil der Elementkoordinaten gespeichert, sondern allgemein. Siehe die nachstehenden Illustration:

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ARCHICAD Vermessungspunkt-Position: Lokalisieren Sie die IFC-Geländeeinheit an der Position des Vermessungspunkts. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie in großer Entfernung vom Projektursprung arbeiten, jedoch keinen hohen Versatz in der IFC-Datei haben wollen (normalerweise bei Altformat-Modellen). Siehe die nachstehenden Illustration:

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Anmerkungen:

Wenn das ARCHICAD-Projekt keinen Vermessungspunkt enthält, entsprechen der Ursprung des globalen Koordinatensystems im IFC-Modell sowie die IFC-Projektlage dem ARCHICAD Projektursprung.

Wenn das ARCHICAD-Projekt mehrere Überprüfungspunkte enthält (auch wenn empfohlen wird, nur einen zu verwenden), wird der erste platzierte Überprüfungspunkt verwendet. (Hierzu wird eine entsprechende Warnung angezeigt.)

Das Programm berücksichtigt den Vermessungspunkt auch dann, wenn er in der exportierten Ansicht nicht sichtbar ist (d. h. wenn er auf einer ausgeblendeten Ebene liegt)!

Verwendung von Vermessungspunkten in ARCHICAD-Menüs

ARCHICAD hat ein Vermessungspunkt-Objekt, das als gemeinsamer Referenzpunkt verwendet werden kann, um die Koordination der Modelle aus verschiedenen Programmen zu ermöglichen. In manchen Ländern ist die Verwendung eines bestimmten Referenzpunkts eine Standardanforderung bei der Definition des Projekts.

Die Position und Drehung des Vermessungspunkts definiert das globale Koordinatensystem (X=0, Y=0, Z=0) des IFC-Modells. Bei der Definition dieser Punktposition in ARCHICAD wird empfohlen, den wahren Norden zu berücksichtigen (verwenden Sie den Standardparameter “Der Nordrichtung folgen”). Beim IFC-Export definiert dieser Parameter die Richtung der Y-Achse im globalen Koordinatensystem.

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Anmerkungen:

In ARCHICAD ist der wahre Norden definiert durch die Projekt-Nordrichtung (Optionen > Projekt-Präferenzen > Projektlage)

Der Überprüfungspunkt wird immer beim IFC-Öffnen erstellt. Beim IFC-Dazuladen wird das Modell importiert und mit dem Überprüfungspunkt der Zieldatei abgestimmt.

Weitere Informationen zum Überprüfungspunkt in ARCHICAD finden Sie in dem GRAPHISOFT Support-Artikel unter: http://helpcenter.graphisoft.com/tips/open-bim/survey-point-is-now-supported-at-ifc-importexport/.

Zuordnen der IFC-Standortdaten aus ARCHICAD und Revit

IFC

ARCHICAD 20 und höher

Revit

IFC Globaler Ursprung

Vermessungspunkt

Vermessungspunkt

Position der IfcSite-Einheit

Projekt-Ursprung

Projektbasispunkt

Hierarchische ARCHICAD-Elemente nach IFC exportiert

Definieren Sie, wie mit den nach IFC exportierten Fassaden, Treppen und Geländern umgegangen werden soll:

Umwandeln in ein einzelnes Element: Das hierarchische Element wird als eine einfache IFC-Einheit exportiert, die die Geometrie all ihrer Sub-Elemente enthält. Die hierarchische Natur des Originalelements (z. B. Treppe mit all ihren separaten Sub-Komponenten) geht daher verloren.

Hierarchie beibehalten: Die hierarchische Struktur des Originalelements einschließlich der Subelemente wird beibehalten.

Siehe auch Exportieren hierarchischer Elemente aus ARCHICAD als IFC Container.