Verzugstypen in ARCHICAD

Es gibt vier verschiedene Wendelungsmethoden, um eine Wendelung mit gleichen Auftrittstiefen zu konstruieren (das heißt, alle Auftritte der Treppe sind gleich, sowohl auf der Geraden als auch im Bereich der Wendelung):

Ein-Punkt-Methode

Zwei-Punkt-Methode

Hauptlinienmethode

Hilfslauflinienmethode

Hier finden Sie weitere Informationen über Wendelungen-Segmente:

Wendelungen-Segmente

Bis auf die Ein-Punkt-Methode basieren alle Wendelungsmethoden auf zwei Versionen, je nachdem ob in der Mitte der Wendelung eine Setzstufe oder eine Trittstufe ist. Nachstehend finden Sie die verschiedenen Varianten und deren Erläuterung.

Ein-Punkt-Methode

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1.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, von der Unterseite der Treppe aus. Die Trittstufe, die dem Wendelungspunkt am nächsten kommt, gilt als Winkelhalbierende.

2.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

3.Die Start- und Endlinien werden erweitert. Ihr Schnittpunkt bildet den Mittelpunkt der Wendelung.

4.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen und ist mit dem Mittelpunkt verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Wendelungsstufen.

Zwei-Punkt-Methode

Steigung auf der Winkelhalbierenden

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1.Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:

Eine Steigung im Bereich der Winkelhalbierenden.

2.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen beginnend mit dem Schnittpunkt aus der Laufline und Winkelhalbierender.

3.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

4.Start- und Endpunkt der Wendelung bilden in Verlägerung zur winkelhalbierenden Steigung die zwei Verzugspunkte.

5.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Laufline gemessen und ist verbunden mit den zugehörigen Verzugspunkten. Diese Linien bilden die Setzstufen der Wendelungsstufen.

Trittstufe in der Mitte der Winkelhalbierenden

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1.Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:

Ein einzelner Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.

Die min. verjüngende Trittstufenbreite wird auf der inneren Außenkante der Wendelung bestimmt, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.

Die Punkte an der Innenkante und die Punkte auf der Lauflinie definieren die mittlere Trittstufe.

2.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, beginnend mit dem Schnittpunkt der Kanten der mittleren Trittstufe und der Laufline.

3.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

4.Die Start- und Endlinien werden erweitert. Die Kanten der mittleren Trittstufe sind ebenfalls erweitert. Die Schnittpunkte dieser Linien bilden die beiden Mittelpunkte der Wendelung.

5.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Laufline gemessen und ist verbunden mit den zugehörigen Verzugspunkten. Diese Linien bilden die Setzstufen der Wendelungsstufen.

Hauptlinienmethode

Steigung auf der Winkelhalbierenden

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1.Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:

Eine Steigung im Bereich der Winkelhalbierenden.

Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen beginnend mit dem Schnittpunkt aus der Laufline und Winkelhalbierender.

Die Verjüngende Mindest-Trittstufenbreite wird auf der inneren Außenkante der Wendelung bestimmt, in beiden Richtungen.

Die Punkte an der Innenkante und die Punkte auf der Lauflinie definieren die beiden mittleren Trittstufen.

2.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen, beginnend mit den zentralen Auftritten.

3.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

4.Die Start- und Endlinien (die Hauptlinien) werden erweitert. Die Kanten der beiden mittleren Trittstufen sind ebenfalls erweitert.

5.Die Punkte, an denen sich die Kante der ersten mittleren Trittstufe und der Bisektor die Startlinie schneiden, definieren den Abstand X.

6.Der Abstand X wird entlang der Startlinie mehrfach gemessen. Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Anfangshälfte der Wendelung.

7.Die Punkte, an denen sich die Kante der letzten mittleren Trittstufe und der Bisektor die Abschlusslinie schneiden, definieren den Abstand Y.

8.Der Abstand Y wird entlang der Abschlusslinie mehrfach gemessen. Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Endhälfte der Wendelung.

Trittstufe in der Mitte der Winkelhalbierenden

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1.Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:

Ein einzelner Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.

Die min. verjüngende Trittstufenbreite wird auf der inneren Außenkante der Wendelung bestimmt, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.

Die Punkte an der Innenkante und die Punkte auf der Lauflinie definieren die mittlere Trittstufe.

2.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen, beginnend mit der mittleren Trittstufe.

3.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

4.Die Start- und Endlinien (die Hauptlinien) werden erweitert. Die Kanten der mittleren Trittstufe sind ebenfalls erweitert.

5.Die Punkte, an denen die mittleren Trittstufen die Startlinie schneiden, definieren den Abstand X.

6.Der Abstand X wird entlang der Startlinie mehrfach gemessen. Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Anfangshälfte der Wendelung.

7.Die Punkte, an denen die mittleren Trittstufen die Abschlusslinie schneiden, definieren den Abstand Y.

8.Der Abstand Y wird entlang der Abschlusslinie mehrfach gemessen. Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Endhälfte der Wendelung.

Hilfslauflinienmethode

Steigung auf der Winkelhalbierenden

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1.Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:

Eine Steigung im Bereich der Winkelhalbierenden.

Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen beginnend mit dem Schnittpunkt aus der Laufline und Winkelhalbierenden.

Die Hilfs-Lauflinie wird konstruiert, indem man die Lauflinie auf 200 mm von der Innenkante versetzt.

2/3 des Auftritts wird entlang der Hilfs-Lauflinie in beide Richtungen gemessen.

Die Punkte auf der Lauflinie und auf der Hilfs-Lauflinie definieren zwei zentrale Auftritte.

2.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen, beginnend mit den zentralen Auftritten.

3.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

4.Die Start- und Endlinien (die Hauptlinien) werden erweitert. Die Kanten der beiden mittleren Trittstufen sind ebenfalls erweitert.

5.Die Auftrittslänge wird entlang der Startlinie mehrfach gemessen, beginnend mit dem Punkt, an dem die Kante der ersten mittleren Trittstufe die Startlinie schneidet.

6.Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Anfangshälfte der Wendelung.

7.Die Auftrittslänge wird entlang der Abschlusslinie mehrfach gemessen, beginnend mit dem Punkt, an dem die Kante der letzten mittleren Trittstufe die Abschlusslinie schneidet.

8.Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Endhälfte der Wendelung.

Auftritt in der Mitte der Winkelhalbierenden

//helpcenter.graphisoft.de/wp-content/uploads/ac21_help/900-extratopics/aux_walking_line_tread_middle.gif 

1.Der Mittelpunkt der Wendelung wird konstruiert durch:

Ein einzelner Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.

Die Hilfs-Lauflinie wird konstruiert, indem man die Lauflinie auf 200 mm von der Innenkante versetzt.

1/2 des Auftritts wird entlang der Hilfs-Lauflinie gemessen, symmetrisch zur Winkelhalbierenden.

Die Punkte auf der Lauflinie und auf der

Hilfs-Lauflinie definieren den zentralen Auftritt.

2.Der gleichbleibende Auftritt wird entlang der Lauflinie gemessen, in beiden Richtungen, beginnend mit dem zentralen Auftritt.

3.Start- und Endpunkt der Wendelung – erster und letzter gerader Auftritt – wird erstellt durch die Eingabe der Mindestanzahl der Wendelungsstufen.

4.Die Start- und Endlinien (die Hauptlinien) werden erweitert. Die Kanten der mittleren Trittstufe sind ebenfalls erweitert.

5.Die Auftrittslänge wird entlang der Startlinie mehrfach gemessen, beginnend mit dem Punkt, an dem die Kante der ersten mittleren Trittstufe die Startlinie schneidet.

6.Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Anfangshälfte der Wendelung.

7.Die Auftrittslänge wird entlang der Abschlusslinie mehrfach gemessen, beginnend mit dem Punkt, an dem die Kante der letzten mittleren Trittstufe die Abschlusslinie schneidet.

8.Diese Punkte sind mit den an der Lauflinie gemessenen entsprechenden gleichmäßigen Auftrittspunkten verbunden. Diese Linien bilden die Setzstufen der Endhälfte der Wendelung.

Wendelungen-Segmente

Bei einem Wendelungssegment wird der Mittelpunkt des Wendelungsteils der Lauflinie als Startpunkt der Wendelung betrachtet.

Bisektoren sind so konstruiert, dass sie rechtwinklig zu der Lauflinie durch diesen Punkt verlaufen.

Der gleichbleibende Auftritt wird von diesem Punkt aus gemessen

Die Mindestbreite der verjüngten Trittstufen werden von der Projektion dieses Punkts auf die Innenkante gemessen.