Gebäudetechnik (Energiebewertung)

Öffnen Sie das Dialogfenster Gebäudetechnik über:

das Popup-Menü oben rechts in der Palette Energiemodell-Überprüfung

Planung > Energiebewertung > Gebäudetechnik…, oder

die Zonen-Seite der Energiemodell-Überprüfungspalette

Verwenden Sie dieses Dialogfenster, um die Parameter der Gebäudeausrüstung festzulegen. Die Gebäudeausrüstung hält, gemäß der Angaben im Dialogfenster Nutzungsprofile, für die Zonen Ihres Gebäudemodells die internen Komfortbedingungen aufrecht.

Sie können entweder auf Standards zurückgreifen oder eigene Gebäudesysteme erstellen, die Sie dann den einzelnen Zonen zuweisen.

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Das Dialogfenster listet die gesamte Gebäudeausrüstung auf der linken Seite auf und die Optionen dafür auf der rechten Seite. Der Inhalt der Gebäudetechnikoptionen ändert sich je nach ausgewählter Systemkonfiguration. Verwenden Sie das Dialogfenster, um die Eigenschaften der vorhandenen Gebäudeausrüstung zu bearbeiten, neue Systeme zu erstellen und sie den Zonen zuzuweisen.

Zugewiesene thermische Zonen

Sie könne die Liste der Zonen, die das ausgewählte System nutzen, anzeigen und bearbeiten.

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Anmerkung: Sie können die Systeme auch über die Registerkarte Zonen der Energiemodell-Überprüfungspalette den Zonen zuweisen.

Energiequellen

Klicken Sie auf die Schaltfläche Energiequelle… im Teilfenster Heizkessel oder Ofen (Heizungssystem) bzw. im Teilfenster Fernkälte-Einstellungen (Kühlungssystem).

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Klicken Sie in dem jetzt geöffneten Dialogfenster Energiequelle auf eine aufgelistete Quelle und verwenden Sie das Dropdown-Menü dahinter, um die Energiequelle (Erdgas, Propangas, Öl, Holz, Kohle, Strom oder Pellets) für die Heizung/den Ofen bzw. das Kühlungssystem anzugeben.

Wenn Sie mehr als eine Energiequelle für eine Funktion verwenden, klicken Sie auf die Schaltfläche + (Plus), die nach Aktivierung einer Zeile erscheint, und wählen Sie eine zusätzliche Energiequelle aus.

Definieren Sie die Anteile der einzelnen Quellen, sodass sie zusammen 100 % ergeben.

Zum Entfernen eines Eintrages klicken Sie auf die Schaltfläche – (Minus), die nach Aktivierung einer Zeile erscheint.

In der Tabelle unten sind die von der Energiebewertung verwendeten Energiequellen nach ihrem Typ und mit ihren Farben so aufgelistet, wie sie in der Energiebilanz angezeigt werden.

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Heizungsart

Wählen Sie entweder Fernwärme oder Lokales System zum Beschreiben des Heizungssystems des Gebäudes.

Fernwärme bedeutet, dass die Heizung und/oder Warmwasserbereitung des bewerteten Gebäudes von außerhalb in Form von Warmwasser oder Dampf über ein Rohrleitungssystem bereitgestellt wird.

Verwenden Sie die Schaltfläche Energiequelle… zur Definition der vom Heizungssystem verwendeten Energiequelle(n).

Siehe Dialogfenster Energiequellen.

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Lokales System

Wählen Sie ein oder mehrere Systeme zur Wärmegewinnung entsprechend der zu verwendenden Wärmequelle:

Heizkessel oder Ofen

Solarkollektor

Wärmepumpe

Die Einstellungen zu den einzelnen Systemen befinden sich in dem entsprechenden Teilfenster weiter unten.

Heizkessel oder Ofen

Legen Sie die Kenndaten der Heizung wie z. B. Leistung und System-Wärmeverlust genauer fest oder verwenden Sie die vom Programm vorgegebenen Standardwerte.

Geben Sie an, ob das Warmwasser auch der Heizung erzeugt wird oder nicht.

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Verwenden Sie die Schaltfläche Energiequelle… zur Definition der vom Heizungssystem verwendeten Energiequelle(n).

Siehe Dialogfenster Energiequellen.

Solarkollektor Einstellungen

Solarkollektoren sind für die Wärmespeicherung durch Absorbieren von Sonnenlicht und Umwandlung dieser Sonnenenergie in eine einfacher nutzbare Form konzipiert.

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Typ: Wählen Sie entweder Flach- oder Röhrenkollektoren.

Ziel: Stellen Sie das Ziel für die gewonnene Solarenergie ein: Heizung, Warmwasser oder Heizung und Warmwasser.

Anmerkung: Wenn Solarkollektoren für mehrere Einsatzbereiche verwendet werden, hat die Warmwasserbereitung immer die höchste Priorität. Das bedeutet, wenn der Solarkollektor nicht genügend Energie erzeugen kann, um alle Bereiche zu versorgen, so versorgt er zunächst den Wassererhitzer und verwendet die verbleibende Energie für die Raumheizung.

Geben Sie die für die Berechnungen erforderlichen Kollektor-Geometriedaten an:

Paneel Fläche

Ausrichtungswinkel nach Süden (oder nach Norden bei Standorten auf der Südhalbkugel)

Neigungswinkel

Wärmepumpe Einstellungen

Geben Sie das Ziel der Wärmegewinnung und dessen Priorität (ziehen Sie die Listenelemente in die gewünschte Reihenfolge), sowie die Wärmequelle an.

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Sie können entweder auf die intelligenten Standards des Programms zurückgreifen oder die Werte selbst feinabstimmen.

Warmwasser

Geben Sie die Zieltemperatur für Kalt- und Warmwasser an. Die Berechnungs-Engine verwendet diese Daten zum Berechnen des Energieverbrauchs für die Warmwasserbereitung.

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Zum Ändern der Temperatureinheit (Celsius oder Fahrenheit) klicken Sie auf den Pfeil neben dem Eingabefeld.

Anmerkung: Für andere Werte (außer der Temperatur) verwendet die Energiebewertung die in ARCHICAD unter Optionen > Projekt-Präferenzen > Berechnungseinheiten und -regeln definierten Einheiten.

Siehe Berechnungseinheiten und -regeln.

Kühlung

Verwenden Sie dieses Dialogfenster zur Beschreibung des Kühlsystems des Gebäudes, oder verwenden Sie die vom Programm vorgegebenen intelligenten Standardwerte.

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Kältemaschine bedeutet, dass eine Art von Kühlsystem im Gebäude installiert werden soll. Klicken Sie auf Merkmale…, um die Leistungsgrafik des Kühlsystems anzuzeigen und zu bearbeiten.

Fernkälte: In manchen Ländern kann gekühlte Luft von einer externen Quelle bezogen werden. Wenn das Gebäude mit einem solchen externen Kühlsystem verbunden wird, wählen Sie Fernkälte aus und verwenden Sie die Schaltfläche Energiequelle zur Festlegung der von dem Fernkältewerk verwendeten Energiequelle(n).

Siehe Energiequellen.

Belüftung

Geben Sie die Art der im Gebäude verwendeten Belüftung an: “Noch nicht spezifiziert oder natürlich” oder “Mechanisch”. Diese beiden Lüftungsarten können mit einer gleichmäßigen Luftwechselrate (LWR) definiert werden sowie als zeitgesteuerte Lüftung.

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Noch nicht spezifizierte oder natürliche Lüftung

Bei der natürlichen Belüftung werden keine HKLSE Systeme eingesetzt: Natürliche Luftströmungen leiten Frischluft in das Gebäude und verbrauchte Luft nach außen. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist die natürliche Belüftung den mechanischen Lösungen vorzuziehen, wegen der eingeschränkten Steuerungsmöglichkeiten ist ihre Nutzung jedoch weitgehend auf Wohngebäude begrenzt.

Mechanische Lüftung

Für andere Gebäudenutzungsarten schreiben die Normen normalerweise strenge Richtwerte für die Luftumwälzung vor, die ein mechanisches Lüftungssystem erforderlich machen:

Reine Zuluftsysteme setzen auf Ventilatoren, um die thermische Zone mit Frischluft zu versorgen.

Reine Abluftsysteme setzen auf Ventilatoren, die die verbrauchte Luft aus den Zonen abziehen.

Zu- und Abluftsysteme steuern mechanisch sowohl Luftzu- als auch die -abführung.

Wärmerückgewinnung: Manche mechanischen Lüftungssysteme verfügen über Wärmetauscher, andere nicht. Verwenden Sie das entsprechende Kontrollkästchen zur Aktivierung dieser Einstellung.

Anmerkung: Einige Steuerungselemente für die Lüftungeinstellungen stehen nur zur Verfügung, wenn Sie ein mechanisches Belüftungssystem ausgewählt haben. Wenn Ihr Belüftungstyp auf natürlich eingestellt ist, sind diese Steuerungselemente inaktiv.

Ein Wärmerückgewinnungssystem kann einen Teil der Wärmeenergie der mechanisch abgeführten Luft zurückgewinnen.

Stetige Luftaustauschrate: Geben Sie einen Wert für die stündliche Luftaustauschrate ein. Dieser Zielwert hängt von den landesüblichen Standards ab. Er variiert je nach Gebäudenutzung und den lokalen Klimabedingungen.

Zeitgesteuerte Luftaustauschrate: Be- und Entlüftungsdaten können je nach Wochentag und im Jahresverlauf variieren. Der Lüftungs-Zeitplan kann eine Reihe täglicher Zeitpläne umfassen, die in einem spezifischen Datumsbereich und an bestimmten Wochentagen gelten.

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Für jeden täglichen Zeitplan können Sie die folgenden Merkmale festlegen:

Wiederholung: Tage der Woche, für die der konkrete Zeitplan gilt

Datumsbereich: Zeitliche Abschnitte im Referenzjahr, in denen der Zeitplan gilt

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Wiederholungen und Datumsbereich definieren die Betriebsstunden (die Gesamtzahl von Stunden, während der der entsprechende tägliche Zeitplan wirksam ist).

Wenn der Zähler Reststunden in der rechten unteren Ecke des jährlichen Lüftungs-Zeitplans eine andere Zahl als 0 anzeigt, so bedeutet dies, dass weitere Änderungen bei Wiederholung und Datumsbereich notwendig sind, da es im Referenzjahr Stunden gibt, denen kein Zeitplan zugewiesen ist.

Wenn der Zähler Überlappende Stunden in der rechten unteren Ecke der jährlichen Betriebsauswertung angezeigt wird, so bedeutet dies, dass weitere Änderungen bei Wiederholung und Datumsbereich notwendig sind, weil es im Referenzjahr Stunden gibt, an denen mehr als ein Zeitplan gilt.