Migration von PlotMaker Layoutbüchern nach ARCHICAD 20

Anmerkung: In dieser Beschreibung ist die Angabe “Version 9” als Version 8.1 oder Version 9 zu verstehen.
1.
Erstellen von zwei separaten Dateien in ARCHICAD 20: Die ARCHICAD 9 Projektdatei wird in einer eigenen Projektdatei in ARCHICAD 20 geöffnet (diese Datei enthält ausschließlich Modell-Darstellungen und -Ausschnitte sowie das leere Standard-Layoutbuch). Das PlotMaker 9 Layoutbuch wird in einer zweiten, separaten Projektdatei in ARCHICAD 20 geöffnet (diese Datei enthält alle Layouts ohne Informationen im Modellbereich).
2.
Erstellen einer einzelnen Datei in ARCHICAD 20: Ist das Projekt klein genug, können die ARCHICAD 9 Projektdatei (PLN) und das PlotMaker 9 Layoutbuch (LBK) in ARCHICAD 20 zu einer einzelnen Datei zusammengefasst werden.
2.
Zur Migration des PlotMaker 9 Layoutbuchs verwenden Sie den Befehl Ablage > Öffnen. Wählen Sie in dem Dialogfenster “PlotMaker Layoutbuch (*.lbk)” als Dateityp aus und wählen Sie die gewünschte LBK-Datei. Klicken Sie auf die Schaltfläche “Öffnen”.
Bitte beachten Sie, dass die so erzeugten Titel in ARCHICAD 20 zu nicht-parametrischen GDL-Objekten werden, die dennoch die gleichen Informationen wie die ursprünglichen Titel in PlotMaker 9 zeigen. Falls Sie jedoch in PlotMaker 9 Standardtitel verwendet haben, finden Sie die entsprechenden Gegenstücke in der ARCHICAD 20 Bibliothek. Sie können die erzeugten Titel in die mit ARCHICAD 20 ausgelieferten parametrischen Titel ändern.
4.
Nachdem ARCHICAD die Umwandlung der Layoutbuch-Daten abgeschlossen hat, weist Sie ein Informationsfenster auf Daten hin, die wegen grundlegender Unterschiede zwischen den Funktionen von ARCHICAD 20 und PlotMaker 9 nicht umgewandelt werden konnten. Wenn Sie ausführlichere Informationen hierzu sehen wollen, drücken Sie Ausführlichen Bericht im Browser anzeigen, um im Web-Browser eine Erläuterung dazu aufzurufen, welche Elemente nicht umgewandelt wurden, warum dies nicht möglich war und was Sie tun können, um dies zu vermeiden.
In Warnungen zur Umwandlung finden Sie eine ausführliche Liste aller Warnungen zu Umwandlungen.
Beachten Sie, dass bei der Prüfung auf übereinstimmende Attribute oder Masterlayouts nur die Namen verglichen werden, nicht jedoch Inhalt oder Definition.
3.
Verwenden Sie in der zweiten Projektdatei (derjenigen, die die Modelldaten enthält) den Befehl Ablage > Interoperabilität > Dazuladen…, um die Daten aus der anderen ARCHICAD 20-Datei (derjenigen, die die Layoutbuch-Daten enthält) hinzuzuladen. Wählen Sie in dem angezeigten Dialogfenster Layoutbuch aus, um Layoutbuch-Daten aus der Datei in Ihre aktive Projektdatei zu laden. Klicken Sie auf die Schaltfläche “Dazuladen“.
Anmerkung: Folgen Sie der Anleitung in diesem Handbuch, d. h. laden Sie die Plan-Datei mit den Layoutbuch-Daten in die Plan-Datei mit den Modelldaten und nicht umgekehrt. Der Grund dafür liegt in den Regeln für das Dazuladen. Außerdem würden Ausschnitte und bestimmte andere Daten nicht übernommen werden, wenn Sie die Modelldaten in die Datei mit den Layoutbuch-Daten laden würden.
Anmerkung: Solche Zeichnungsverknüpfungen werden nicht als interne Referenzen neu definiert, wenn sich der Name der Quell-Projektdatei seit dem Platzieren der Zeichnungen geändert hat. Wählen Sie in diesem Fall alle diese Zeichnungen im Zeichnungs-Manager aus und verwenden Sie die Schaltfläche Zeichnung verknüpfen mit…, um diese Zeichnungen mit ihrer Quell-pln (der umbenannten Projektdatei) zu verknüpfen.
1.
Drucken/Plotten von Publisher-Sets sollte überprüft werden.
Einige Drucken-/Plotten-Optionen in PlotMaker 9 haben in ARCHICAD kein Äquivalent. Daher müssen diese Einstellungen vor dem Drucken/Plotten überprüft werden.
2.
Original-Farbausgabe der in Layouts gezeichneten oder eingefügten Elemente wurde wiederhergestellt.
In PlotMaker 9 kann im Dialogfenster “Layoutbuch-Einstellungen” die Farbausgabe der Elemente in Layouts auf Graustufen oder Schwarz eingestellt werden. Diese Option hat kein Äquivalent in ARCHICAD, so dass die Elemente in ihren Originalfarben erscheinen.
3.
Schraffurbezogene Anzeige- und Ausgabeoptionen konnten nicht umgewandelt werden.
In PlotMaker 9 können Sie globale Einstellungen für Schraffuren anwenden. Diese haben kein Äquivalent in neueren ARCHICAD Versionen und können daher nicht umgewandelt werden. Alle Schraffuren werden entsprechend ihrer Definition im Dialogfenster Schraffureinstellungen angezeigt.
4.
OLE-Dateien konnten nicht umgewandelt werden.
Neuere ARCHICAD Versionen unterstützen keine OLE-Technologie. OLE-Dateien innerhalb der LBK-Datei können daher nicht korrekt umgewandelt werden. Wenn die OLE-Datei in der LBK-Datei ohne Verknüpfung zu der Quellanwendung eingebettet war, können Sie die Datei zwar anzeigen, aber nicht aktualisieren. Sie können die OLE-Zeichnungen mit dem Zeichnungs-Manager identifizieren. Suchen Sie nach dem OLE-Icon in der Spalte Typ. Es wird empfohlen, diese OLE-Dateien in ARCHICAD 20 durch PDF-Dateien zu ersetzen.
5.
Bearbeitete Zeichnungsebenen werden wiederhergestellt.
In PlotMaker können Sie den Status Sichtbar/Unsichtbar der Zeichnungsebenen ändern. Diese Option ist in neueren ARCHICAD Versionen nicht vorhanden, sodass sie entsprechend ihrem Originalstatus Sichtbar/Unsichtbar angezeigt werden.
6.
Die Größe für Texte und Marker wird geändert.
In PlotMaker konnten Sie die Größe von Texten und Markern fixieren, um ihre Originalgröße beizubehalten, auch wenn der Ausgabemaßstab geändert wurde. (Sie haben die Option Fixiert für Texte und Marker im Dialogfenster Zeichnungseinstellungen markiert.) Diese Option ist in neueren ARCHICAD Versionen nicht vorhanden. Die Größe von Texten und Markern wird daher, genau wie andere Elemente in der Zeichnung, entsprechend der Maßstabsänderung angepasst.
7.
Die individuelle Linienstärke wird auf die Stift-Linienstärke zurückgesetzt.
In PlotMaker konnten Sie Linien, Kreisen und Splines eine individuelle Linienstärke zuweisen. In diesem Fall stammte die Farbe der Linie von dem zugewiesenen Stift, die Stärke wurde jedoch in dem Dialogfenster des Elements individuell eingestellt. Diese Option ist in neueren ARCHICAD Versionen nicht vorhanden. Die Linienstärken der Linien, Kreise und Splines werden daher auf die Werte eingestellt, die im Dialogfenster Stifte & Farben festgelegt sind.
Ebenen, Stifte, Schraffuren: Die ARCHICAD 20 Plan-Datei übernimmt die Ebenen des Layoutbuchs. Die PlotMaker-Ebene wird in ARCHICAD-Ebene umbenannt. Stifte und Schraffuren werden unverändert übernommen.
Autotext-Elemente: Alle Autotext-Einträge werden umgewandelt. Der Name wird für einige dieser Elemente geändert. Die folgenden AutoText Elemente (im Dialogfenster “Buch-Info” von PlotMaker 9) befinden sich jetzt im Dialogfenster “Projekt-Info” von ARCHICAD 20:
Zeichner (CAD-Techniker in ARCHICAD 20)
Layoutnummer (Layout ID Nr. in ARCHICAD 20)
Untergruppennummer (Untergruppen ID Nr. in ARCHICAD 20)
Seiten-Nummer (Layoutnummer in ARCHICAD 20)
Anzahl der Seiten (Anzahl Layouts in ARCHICAD 20)
Buch Name (Dateiname in ARCHICAD 20)
Buch Pfad (Pfad in ARCHICAD 20)
Zeichnungsname mit Erweiterung (Zeichnungsname in ARCHICAD 20)
Zeichnungsnummer (Zeichnungs ID Nr. in ARCHICAD 20)
Zeichnung Pfad (Pfad in ARCHICAD 20)
Zeichnungsmaßstab (Originalmaßstab in ARCHICAD 20)
Ausgabemaßstab (Zeichnungs-Skalierung in ARCHICAD 20)
ARCHICAD Dateiname (Dateiname in ARCHICAD 20)
ARCHICAD Dateipfad (Pfad in ARCHICAD 20)
Masterlayout: Die Layoutgröße ist in ARCHICAD 20 anders festgelegt. In PlotMaker 9 und älteren Versionen gilt die Größe des Layouts für den druckbaren Bereich der Seite (die vollständige Größe des Papiers abzüglich den Rändern an allen vier Seiten). In ARCHICAD 20 gilt die Größe eines Layouts für die volle Größe des Papiers. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf die volle Größe des Layouts (Druckbarer Bereich + Ränder an allen vier Seiten) oder auf die Größe des druckbaren Bereichs oder auf einen der Ränder. Diese bleiben gegenüber den vorherigen Versionen unverändert. Lediglich die Namen haben sich geändert, um eine bessere Annäherung an die reale Praxis sicherzustellen, wo ein Layout dem gesamten zum Drucken/Plotten verwendeten Papier entspricht. Die Masterlayoutgröße wird daher entsprechend umgewandelt. Das Raster für die Standardwerte von Zeichnungsnummerierung und Masterlayout bleibt unverändert erhalten.
Layouteinstellungen: bleiben unverändert erhalten.
Untergruppen-Einstellungen: bleiben unverändert erhalten.
Layoutbuch-Einstellungen: Sie bleiben mit Ausnahme der Farbausgabe-Einstellungen, die nicht umgewandelt werden, unverändert erhalten. Es gibt keine entsprechende Funktion in ARCHICAD 20 – siehe Warnung Nr. 2 oben.
Zeichnungseinstellungen: Alle Einstellungen (Titel wird in GDL Objekt umgewandelt), mit Ausnahme von Attribut-Aktualisierungsregeln, für die es in ARCHICAD 20 kein Äquivalent gibt, bleiben unverändert erhalten. Ebenenänderungen werden nicht übernommen (siehe Warnung 5 oben). Wenn die Option Texte und Marker in PlotMaker auf Fixiert eingestellt war, wird Warnung 6 oben angezeigt. Hatte eine platzierte Zeichnung ihr eigenes Stift-Set, so wird dieses Stift-Set in ARCHICAD 20 erstellt und die Zeichnung verwendet dieses Stift-Set weiterhin. Die Einstellung Ausgabemaßstab wird in Zeichnungs-Skalierung umgewandelt.
Anmerkung: In ARCHICAD 20 entspricht der Zeichnungs-Maßstab dem Maßstab der Zeichnung auf dem Layout (der ausgegeben wird), während der “Original-Maßstab” dem Maßstab des Quellausschnitts der Zeichnung entspricht.
Raster: bleiben unverändert erhalten.
Projektpräferenzen: Arbeitseinheiten, Fangrichtungen, Publisher-Einstellungen, “Einheitliche Stifte und Farben” sowie die Einstellungen unter “Verschiedenes” werden übernommen. Da es in ARCHICAD 20 kein Kontrollkästchen Einheitliche Stifte und Farben gibt, bedeutet dies, dass alle Zeichnungen auf dasselbe Stift-Set verweisen. Wenn Cache-Daten in der Layout-Datei in PlotMaker 9 gespeichert wurden (die Option befindet sich unter Einstellungen > Cache Verzeichnis), werden die Zeichnungen in ARCHICAD 20 in der Projektdatei gespeichert (siehe Platzierte Zeichnungen auf Layout weiter unten). Individuelle Linienstärken werden nicht übernommen. Es gibt keine äquivalente Funktion in ARCHICAD 20 – siehe Warnung Nr. 7 oben.
Platzierte Zeichnungen auf Layout: In PlotMaker 9 werden Projektverknüpfungen mit der Layoutbuch-Datei (Einstellungen > Cache Verzeichnis > Cache in Layoutbuch einbeziehen) gespeichert. In der Grundeinstellung werden externe Verknüpfungen (z. B. PMK-Dateien, Bitmap-Dateien) nicht mit der Layoutbuch-Datei gesichert.
Wenn eine Zeichnung mit dem Layout in PlotMaker 9 (Kontrollkästchen Alle verknüpften Dateien einbeziehen im Dialogfenster Sichern als in PlotMaker) gespeichert wurde, werden die daraus generierten Zeichnungen in ARCHICAD 9 als Zeichnung mit manueller Aktualisierung definiert und zusammen mit der ARCHICAD 20 Projektdatei (Kontrollkästchen Zeichnung im Projekt speichern im Dialogfenster Zeichnungseinstellungen) gespeichert.
Wenn eine Zeichnung in PlotMaker 9 nicht mit dem Layout gesichert wurde (das Kontrollkästchen Alle verknüpften Dateien einbeziehen des Dialogfensters Sichern als in PlotMaker 9 ist nicht markiert), wird die daraus generierte Zeichnung in ARCHICAD 20 als automatisch aktualisierte Zeichnung definiert und nicht mit der ARCHICAD 20 Projektdatei (das Kontrollkästchen Zeichnung im Projekt speichern im Dialogfenster Zeichnungseinstellungen ist nicht markiert) gespeichert.
In ARCHICAD 20 werden die Optionen für Türen und Fenster separat im Paneel Dokumentation > Modelldarstellung > Modelldarstellung erstellen… > Optionen für Konstruktionselemente eingestellt. Dies ermöglicht Ihnen noch mehr Flexibilität bei der Darstellung Ihres Projektes:
Wenn Sie den Knopf Im Grundriss darstellen auswählen, das Kontrollkästchen mit Markern jedoch nicht aktivieren, erzielen Sie das gleiche Ergebnis wie mit der Option Im Grundriss darstellen in ARCHICAD 9.
Wenn Sie dagegen Im Grundriss darstellen auswählen und das Kontrollkästchen mit Markern aktivieren, erzielen Sie das gleiche Ergebnis wie in Mit Bemaßung zeigen in ARCHICAD 9.
Wenn Sie nur Öffnung anzeigen auswählen, das Kontrollkästchen mit Konturen jedoch nicht aktivieren, erzielen Sie das gleiche Ergebnis wie mit der Option im Grundriss verbergen in ARCHICAD 9.
Wenn Sie nur Öffnung anzeigen auswählen und das Kontrollkästchen mit Konturen aktivieren, erzielen Sie das gleiche Ergebnis wie mit Sturzlinien in ARCHICAD 9.
Die Schaltfläche im Grundriss verbergen ist eine neue Auswahl: damit werden Türen/Fenster im Grundriss gar nicht angezeigt, als gäbe es keine Türen oder Fenster in den Wänden. In Schnitt/Ansicht- und Innenansicht sind die Türen/Fenster dagegen sichtbar.
Definieren Sie schraffurbezogene Überschreibungen unter Dokumentation > Grafische Überschreibung > Grafische Überschreibungsregel.
Für Schraffurtyp, Schraffur-Stift, Schraffurhintergrund-Stift: Klicken Sie auf eines oder mehrere der Symbole auf der rechten Seite des Bedienfelds, um auszuwählen, welche Kategorie (Zeichnungsschraffur, Deckschraffur, Schnittschraffur) von der Überschreibung betroffen sein soll.
Aktivieren Sie Schichttrennlinien angeben, um das gleiche Ergebnis zu erzielen wie mit der Option Nur Trennstriche in ARCHICAD 9.
Verwenden Sie Deckschraffuren – Massiver Vordergrund, um das gleiche Ergebnis zu erzielen wie mit der Option Massiv ohne Trennlinien in ARCHICAD 9.
Verwenden Sie Alle Zeichnungsschraffuren – Massiv, um das gleiche Ergebnis zu erzielen wie mit der Option Massiv in ARCHICAD 9.
Verwenden Sie Alle Deckschraffuren – Massiver Vordergrund, um die Option Massiv in ARCHICAD 9 zu replizieren.
Alle Raumschraffuren – Transparent: Dies entspricht der Option Keine in ARCHICAD 9.
Alle Raumschraffuren – Massiv: Dies entspricht der Option Kategoriefarbe in ARCHICAD 9.
Alle Raumschraffuren – Massiver Hintergrund: Dies entspricht der Option Farbige Schraffur mit massivem Hintergrund in ARCHICAD 9.
Alle Raumschraffuren – Kategoriefarbe Hintergrund: Dies entspricht der Option Schraffur aus Kategorie in ARCHICAD 9.
Alle Raumschraffuren – Kein Hintergrund: Dies entspricht der Option Nur Schraffur in ARCHICAD 9.