Über Hotlink-Module

Mit Hotlink-Modulen können Sie externe ARCHICAD-Dateien (Quellen) in das aktuell geöffnete Projekt (Ziel) einfügen. Hotlink-Module ermöglichen Ihnen somit das Platzieren eines Sets von Konstruktions-Elementen im Grundriss mithilfe eines logischen Verweises (eines Hotlinks) auf eine externe Quelldatei.
Hotlink-Module können beispielsweise zur Verwaltung der wiederholten Strukturen von Gebäuden wie Hotels oder Büros, in denen es viele identische Räume gibt, verwendet werden: Wenn Räume als Hotlink-Moduldatei platziert werden, können Sie alle Räume in einem Arbeitsschritt ändern, indem Sie einfach die Modul-Quelldatei aktualisieren. Zusätzlich können die gleichen Strukturen in mehreren Projekten verwendet werden. Auf diese Weise lassen sich Großprojekte bequem in kleinere, überschaubarere Dateien aufteilen.
Die Quelldatei eines Moduls kann ein Einzelprojekt, ein Teamwork-Projekt (der gleichen ARCHICAD-Version wie das Host-Projekt) oder eine Modultyp-Datei aus ARCHICAD 12 oder später sein.
Zur Verwendung eines Einzelprojekts aus einer früheren Version als Hotlink-Quelle müssen Sie die Quelldatei zuerst in ARCHICAD 12 oder später öffnen und sichern.
Zur Verwendung eines Teamwork-Projekts als Hotlink-Quelle muss es zunächst zu ARCHICAD 13 oder einer späteren Version migriert werden.
Einzelheiten zu der Migration von alten Projekten finden Sie im Migrationshandbuch für ARCHICAD 19.
Die Anzahl der Hotlinks in der Zieldatei ist unbegrenzt.
Der Inhalt des Moduls kann auf Befehl aktualisiert werden, wenn sich die Hotlink-Quelldatei verändert.
Die Elemente des Hotlink-Moduls werden in das Projekt eingefügt. Das heißt, selbst wenn die verknüpfte Quelldatei nicht verfügbar sein sollte, ist das Modul noch vorhanden und sichtbar. Es kann lediglich nicht aktualisiert werden, solange die Verbindung zur Quelldatei nicht verfügbar ist.
Elemente, die zu einem ausgewählten Modul gehören, sind durch leere Kästchen auf den Fangpunkten gekennzeichnet. Bei der Auswahl mehrerer Module sind die Auswahlpunkte zur einfacheren Unterscheidung verschiedenfarbig gekennzeichnet.
Es können mehrere Instanzen des gleichen Hotlinks platziert werden, wobei jede Instanz ein separates Modul darstellt. Die Platzierungsparameter jeder Instanz können sich unterscheiden, auch wenn sie die gleiche Hotlink-Quelle verwenden.
Wenn Sie den Parameter Master-ID-Nr im Dialogfenster Modul platzieren verwenden, wird diese ID jedem Element dieser Hotlink-Modul-Instanz als Erweiterung der eigenen Element-ID zugewiesen. Als Ergebnis haben alle Elemente des Moduls eine eindeutige ID.
Weitere Informationen finden Sie unter Master-ID-Nr..
Die Module können nur als ein Objekt bearbeitet werden (ähnlich den Bibliothekselementen oder Gruppen). Ihre Gruppierung kann nicht aufgelöst werden und ihre Elemente können nicht bearbeitet werden, solange sie Teil eines platzierten Moduls bleiben.
Mit dem Befehl Suchen & aktivieren können Sie Modulelemente nach Hotlink suchen.
Weitere Informationen finden Sie unter Suchen und aktivieren von Elementen.
Jede Bearbeitung (ändern, aktualisieren, entfernen, löschen) eines Hotlinks wirkt sich auf alle seine platzierten Module aus.
Quelldatei-Daten Interpretation
Die Hotlink-Funktion ist eine reine Grundriss-zu-Grundriss-Verbindung. Das bedeutet, dass in der Zieldatei nur jene Elemente angezeigt werden, die sich auch im Grundriss der Quelldatei befinden.
Elemente mit Oberkantenverknüpfung in der Quellendatei können beim Platzieren als Modul auf zwei Arten interpretiert werden: entweder werden sie an die Geschossstruktur der Host-Datei angepasst, oder sie behalten ihre ursprünglichen fixen Höhen und gelten als “Nicht verknüpft”.
Schnitt/Ansicht/IA-Markierungen, die Inhalte von Schnitt/Ansicht/IA- und 3D-Dokument-Fenstern sowie Kameras jeglicher Art werden bei der Platzierung von Modulen ignoriert.
Elemente, die als Teil einer .mod-Datei verknüpft wurden, behalten ihre IFC-Parameter.
Verknüpfte Bibliothekselemente: Bei der Platzierung eines Moduls wird keines seiner verknüpften Bibliothekselemente importiert. Vergewissern Sie sich, dass die von der Quelle verwendeten Bibliothekselemente für das Ziel verfügbar sind. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
– Verwenden Sie die gleichen Bibliotheken für Quelle und Ziel
– Fügen Sie die Quellen-Bibliotheken den Bibliotheken der Ziel-Datei hinzu
Bibliothekselemente einbetten: Durch das Platzieren eines Moduls wird die gesamte eingebettete Bibliothek der Quelldatei zu der eingebetteten Bibliothek Ihrer Zieldatei hinzugefügt. Die neu hinzugefügte eingebettete Bibliothek wird in Ihrem Bibliotheken-Manager im automatisch erstellten “Hotlinks”-Ordner Ihrer eingebetteten Bibliothek angezeigt. In diesem Ordner ist jede Hotlink-Quelldatei mit all ihren eingebetteten Objekten separat aufgelistet. Diese Objekte werden in Ihrem Zielprojekt aktualisiert, wenn sie im Quellprojekt aktualisiert werden.
Wichtig: Es wird nicht empfohlen, diese Objekte in Ihrem Projekt separat zu platzieren. Diese Objekte werden aus der eingebetteten Bibliothek gelöscht, wenn das Hotlink-Modul aus dem Projekt gelöscht wird oder alle platzierten Instanzen des Moduls gelöscht werden. (Nach dem erneuten Öffnen der Zieldatei werden Sie feststellen, dass die Objekte gelöscht wurden.)
Geschosse: Wenn Sie ein Modul erstellen, das mehrgeschossige Elemente enthält oder mehrere Geschosse umfasst, haben Sie die Möglichkeit, alle Geschosse in das Modul einzubeziehen oder nur die ausgewählten Geschosse.
Weitere Informationen finden Sie unter Modul aus mehrgeschossiger Datei platzieren.
Stiftfarben: Die aktuellen Projekteinstellungen werden auf das Modul übertragen.
Oberflächen, Linientypen, Schraffurtypen und Mehrschichtige Bauteile: Wenn die Elemente des Hotlink-Moduls Attribute verwenden, die die gleichen Namen haben wie die des aktuellen Projektes, dann werden die Attribute der Zieldatei verwendet. Wenn keine Oberfläche, Linientyp, Schraffurtyp oder mehrschichtiges Element dieses Namens existiert, werden der Zieldatei neue Attribute hinzugefügt. Nachdem ein Attribut jedoch einmal Teil der Zieldatei ist, wird dieses Attribut bei Änderungen des Attributs in der Quelldatei nicht mehr aktualisiert.
Hinweis: Attribute, die mit Hilfe der Hotlink-Module importiert werden, werden dem Projekt permanent hinzugefügt, d. h. sie bleiben beim Löschen der Hotlinks oder Module bestehen.
Moduldateien (.mod)
Moduldateien sind eine vereinfachte Form von ARCHICAD-Dateien (mit der Erweiterung .mod). Nur die sichtbaren Ebenen sowie die eingebetteten Objekte werden einbezogen. Sie enthalten keine Schnitt/Ansicht/IA-, Arbeitsblatt/Detail- oder 3D-Dokument-Daten und Informationen über Bibliotheken oder Grundeinstellungen und verweisen nur auf Attribute, die tatsächlich von ihren Elementen verwendet werden. Daher ist eine .mod-Datei deutlich kleiner als eine .pln-Datei.
Hotlinks aus Quelldateien älterer Versionen (ARCHICAD 11 und früher)
Beim Öffnen eines Projekts, das verknüpfte Module aus Quelldateien von ARCHICAD 11 oder früheren Versionen enthält, zeigt ARCHICAD eine Warnung bzgl. der Altdateien an. Es wird eine Anleitung gezeigt, wie die Module im aktuellen ARCHICAD aktualisierbar gemacht werden können:
Einzelheiten zu der Konvertierung von Altsystem-Hotlinks finden Sie im Migrationshandbuch für ARCHICAD 19.
Hotlink-Module in Teamwork
Hotlinks zu IFC Daten
Sie können eine IFC-Datei nicht direkt als Hotlink mit ARCHICAD verknüpfen. Wenn Sie eine Projektdatei mit Daten, die aus einer IFC-Datei geöffnet oder dazugeladen wurde, als Hotlink verknüpfen, so werden viele der IFC-Schlüsseleigenschaften des Elements in den Hotlink eingeschlossen, weil sie als Teil des ARCHICAD-Elements definiert sind. Hierzu gehören die Klassifizierung des Elements nach seiner tragenden Funktion, die Position und/oder der IFC-Elementtyp sowie seine Profil- und Oberflächendefinitionen.
Für weitere Informationen über die Verwendung von IFC-Daten, siehe Arbeiten mit IFC.

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