Sichern von frei geformten Türen oder Fenstern

Verwenden Sie diese Methode zum Erstellen einer Tür oder eines Fensters mit einer freien Form.
Bei diesem Vorgang müssen Sie Folgendes erstellen:
1.
eine individuelle Form, die als Tür/Fenster dient, und
2.
eine weitere Form, die als Loch oder Nische dient, in das/die die individuelle Tür bzw. das Fenster platziert werden soll.
Die Form des Lochs wird durch eine frei gezeichnete Decke oder ein Dach definiert, dem dann die ID WALLHOLE bzw. WALLNICHE zugewiesen wird. Decken und Dächer mit diesen IDs werden nicht als Tür- oder Fensterobjekte in 3D angezeigt, sondern als Durchbruch oder Nische in der Wand. Wallhole und Wallniche sind GDL-Befehle zum Erstellen von (Freiform-)Durchbrüchen oder (Freiform-)Nischen in Wänden.
Zum Sichern einer Tür oder eines Fensters mit individueller Form müssen Sie folgenderweise vorgehen:
1.
Erstellen Sie im Grundriss das 3D-Modell des Fensters oder der Tür mit individueller Form, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.
2.
Erstellen Sie mit dem Decken- oder Dach-Werkzeug ein weiteres Element, dessen Kontur der äußeren Kontur der gewünschten Wandöffnung bzw. Wandnische entspricht.
3.
Markieren Sie die Decke bzw. das Dach und öffnen Sie das zugehörige Dialogfenster für die Einstellungen.
4.
Öffnen Sie die Registerkarte Kennzeichen und Kategorien und geben Sie in das Feld ID-Nr. WALLHOLE ein, wenn Sie einen Durchbruch erstellen und WALLNICHE, wenn Sie eine Nische in der Wand erstellen möchten.
Anmerkung: Das Wandöffnungs-Element schneidet – unabhängig von seiner Dicke – immer durch die Wand, in der es platziert wird. Das Wandnischen-Element schneidet jedoch nur entsprechend seiner Dicke, die in den Decken/Dach-Einstellungen festgelegt ist, in die Wand. Wenn Sie eine Wandnische erstellen, vergewissern Sie sich, dass Sie die Dicke des Elementes auf den gewünschten Wert einstellen.
5.
Verschieben Sie das Wandöffnungs- bzw. -nischenelement über Ihre individuellen Fensterelemente.
6.
Aktivieren Sie alle Elemente, aus denen Ihre individuell geformte Tür bzw. Ihr Fenster besteht: d. h. die Tür-/Fensterelemente plus das Öffnungs-/Nischenelement.
7.
Sichern Sie die Auswahl mit dem Befehl Ablage > Bibliotheken und Objekte > Auswahl sichern als… und wählen Sie Fenster oder Tür aus.
8.
Sie werden aufgefordert anzugeben, welche Ebene des Modells die Ursprungs-Wandebene (Ansichtsebene) darstellt, in die die neue Tür bzw. das Fenster gedreht wird: entweder die aktuelle Bearbeitungsebene oder die horizontale Ebene. (Dies ist beispielsweise wichtig, wenn Sie ein bearbeitetes Morph-Element sichern, das ursprünglich eine Tür war und das daher nicht in der horizontalen Ebene Ihres Modells liegt.)
9.
Geben Sie in dem daraufhin angezeigten Dialogfenster Fenster/Tür sichern einen Namen ein und wählen Sie den gewünschten Speicherort für das Objekt aus. Standardmäßig wird das Objekt in der Eingebetteten Bibliothek des Projekts gesichert. Es wird empfohlen, individuell angepasste, projektspezifische Bibliotheksobjekte in Ihrer Eingebetteten Bibliothek zu sichern.
10.
Klicken Sie auf Sichern.
11.
Das Dialogfenster Objekt-Grundeinstellungen ändern erscheint. Hier können Sie die Standard-Oberflächenmaterialien, Schraffuren und Stifte des neuen Bibliothekselements definieren. Sogar nach dem Platzieren des Bibliothekselements können Sie eine weitere Feinabstimmung dieser Attribute in den Objekt-Einstellungen vornehmen.
Zum Hinzufügen von Informationen zu Ihrem neuen Bibliothekselement (z. B. Schlüsselwörter, um die Suche in Objekteinstellungen oder in BIMcomponents zu vereinfachen), klicken Sie außerdem auf Details ändern unten links.
12.
Klicken Sie auf OK.
13.
Platzieren Sie das neu erstellte Fenster/Tür-Objekt mit dem Fenster- oder Türwerkzeug. Beachten Sie, dass das erstellte Objekt gestreckt werden kann, doch beim Strecken verzerrt wird, da es ohne parametrische Scripts erstellt wurde.
Sie können mehrere Decken oder Dächer kombinieren, um zusammengesetzte Durchbrüche oder Nischen zu erstellen. Da Sie den Neigungswinkel der Dächer festlegen können, ist es sogar möglich, nicht lotrechte Durchbrüche in Wänden zu erstellen.
Informationen zum Bearbeiten des resultierenden GDL-Bibliothekselementes finden Sie in Eigene Bibliothekselemente und Komponenten bearbeiten.

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