Über Morphs

Das Morph-Werkzeug ist vollständig in ARCHICAD integriert und arbeitet mit einer vertrauten Logik und Benutzeroberfläche. Genau wie bei anderen Konstruktionselementen leitet sich die Grundstruktur eines Morphs aus seinem Baustoff ab.
Sie können zwischen Morphs und anderen Elementen prioritätsbasierte Verbindungen erstellen.
Es gibt jedoch einige Morph-Funktionen, die über den Umfang der anderen ARCHICAD-Konstruktionswerkzeuge hinausgehen.
Morph-Geometrie und Unterelemente
Im Vergleich zu traditionellen Konstruktionsbauteilen kennt das Morph-Werkzeug praktisch keine geometrischen Grenzen. Jede Kante und jede Fläche kann in jeder beliebigen Richtung verschoben und verformt werden, sodass Sie exakt das Element erstellen können, das Sie in einer projektspezifischen Situation benötigen.
Morphs bestehen aus einem oder mehreren Unterelementen. Diese können Flächen und Kanten beinhalten. Jeden Morph können Sie als Ganzes, seine Unterelemente separat oder als eine Kombination dieser Möglichkeiten bearbeiten. Zum Bearbeiten der Unterelemente steht Ihnen eine neue Auswahllogik zur Verfügung.
Erstellung von Morphs
Zusätzlich zu den vertrauten Eingabemethoden ermöglicht der Befehl Auswahl in Morph umwandeln das schnelle Erstellen eines neuen einzelnen Morph aus vorhandenen Elementen.
Der Zauberstab ist beim Erstellen von Morphs besonders hilfreich: Wählen Sie damit eine beliebige Oberfläche (z. B. eine Freifläche), um einen Morph zu erstellen.
Im Gegensatz zu anderen 2D-Konstruktionselementen können derartige Morph-Formen (Linien und Ebenen) im 3D-Fenster erstellt werden. Diese können zum Skizzieren oder Dokumentieren verwendet werden.
Morph-Einstellungen
Sie werden feststellen, dass es in den Morph-Einstellungen außer der Standardhöhe keine numerischen Parameter für die Geometrie gibt.
Die Bedienelemente für Grundriss und Schnitt ähneln denen des Schalen-Werkzeugs. Standardmäßig werden Morphs (ebenso wie Schalen) im Grundriss mit Ihrer genauen 3D-Projektion dargestellt.
Die Morph Auswahl-Einstellungen variieren je nachdem, ob Sie einen kompletten Morph oder eine Kombination seiner Unterelemente (z. B. Flächen oder Kanten) ausgewählt haben. Bei aktivierten Unterelementen stehen nur das Modell-Teilfenster und nur die relevanten Bedienelemente zur Verfügung, je nachdem, ob Sie Kanten, Flächen oder eine Kombination daraus ausgewählt haben.
Grafische Editierung
Die Erstellung und Bearbeitung von Morphs ist im 3D-Fenster besonders intuitiv. Die grafische Oberfläche verwendet vertraute Methoden und Interaktionen: Auswählen einer Kante, Fassen eines Punkts, einer Fläche oder einer Kombination dieser Unterelemente, Ändern des Morphs mithilfe der Pet-Palette und Zeigen einer Echtzeit-Vorschau. Die Kanten eines Morphs können im 3D-Fenster abgeschrägt bzw. abgerundet werden. Diese Veränderung kann alle oder beliebige Kanten oder Ecken betreffen.
Morphs können (ebenso wie Schalen) auf einer beliebigen Ebene im 3D-Fenster platziert werden. Inmitten zahlreicher Bearbeitungsvorgänge können Sie die Bearbeitungsebene wechseln, sodass es nur wenige Einschränkungen gibt.
Für Morphs gibt es separate Solid Element-Befehle. Im Gegensatz zu Solid Element-Befehlen, die Verbindungen zwischen anderen ARCHICAD Elementen erstellen, sind Solid Morph-Befehle nicht assoziativ – das Endergebnis des Vorgangs ist dauerhaft.
Morphs können an prioritätsbasierten Verbindungen mit anderen Elementen beteiligt sein, sofern Sie die Morphs und die Elemente miteinander verschmelzen (mit Planung > Verbinden > Elemente verschmelzen).
Morph-Glättung
Morph-Oberflächen sind durch Flächen definiert. Während Sie den Morph bearbeiten, werden die Übergänge automatisch geglättet, um gekrümmte Oberflächen zu generieren. Darüber hinaus ermöglicht eine Reihe von Befehlen die Umformung des Morphs mit einem einzigen Klick, indem Sie seine Unterelemente glätten oder aufteilen. Diese Befehle bieten Ihnen auch ein gewisses Maß an Kontrolle über den Glättungsmechanismus. Zu diesen Befehlen gehören:
Flächen glätten & vereinigen
Kanten ausrunden und vereinigen
Segmentierung verändern
Harte oder weiche Kanten: Im Infofenster oder in den Morph-Einstellungen können Kanten einzeln auf “hart” oder “weich” gestellt werden. Standardmäßig sind die Kanten “hart”. Wenn Sie eine Kante als “weich” definieren, verhalten sich ihre angrenzenden Flächen, als wären sie zu einer einzigen flexiblen Fläche zusammengefügt worden. Eine weiche Kante ist ein internes Unterelement zwischen segmentierten Flächen. Solche Flächen werden (in OpenGL und beim Rendering) als gekrümmt und glatt dargestellt.
Textur-Mapping für Morph-Flächen
Wie bei anderen 3D-Elementen können Sie, falls Sie ein Oberflächenmaterial mit einer Textur verwenden, mit dem Befehl 3D-Textur ausrichten eine Feinabstimmung des Ursprungs und der Rotation des Texturmusters vornehmen. Für den Morph stehen diese Optionen auch für jede Fläche separat zur Verfügung.

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