Allgemein (Parameter für Photorealistik Globale Beleuchtung)

Strahltiefe
Unter den zahlreichen GI-bezogenen Parametern kann insbesondere der Wert Strahltiefe wesentlichen Einfluss auf die Renderqualität ausüben. Mit diesem Wert wird die Häufigkeit der Lichtreflexionen in einer Szene festgelegt, d. h., wie oft ein “Lichtstrahl” von einer Oberfläche reflektiert wird.
Der minimale Strahltiefewert von 1 (wie in der nächsten Abbildung) hat lediglich eine direkte Beleuchtung über flache, Licht aussendende Elemente zur Folge. Dies ist ausreichend für die meisten Außenszenen, bei denen ein physikalischer Himmel oder HDRI Himmel die maßgebliche Lichtquelle bereitstellt.
Eine Strahltiefe von 3 (wie in der folgenden Abbildung) wird benötigt, um eine indirekte Beleuchtung zu erzeugen, d. h. mit Licht, das von anderen Oberflächen reflektiert wird. Für Innenszenen ist mindestens ein Wert von 2 erforderlich.
Höhere Strahltiefewerte führen entsprechend zu einer – wenn auch moderaten – Verlängerung der Renderzeiten. Der Unterschied zwischen den Werten 1 und 2 ist größer als der zwischen 2 und 8. Die Verteilung des Lichts wird aber zunehmend gleichförmiger, heller und realistischer. Der Effekt bei Werten über 3 in einer normalen Szene wird jedoch immer weniger wahrnehmbar. Das Renderergebnis wird dann schlicht nur noch heller.
Anmerkung: Niedrige Strahltiefewerte können innerhalb bestimmter Grenzen mithilfe der Gammakorrektur ausgeglichen werden.
Tipp: Bei Verwendung “echter” Lichtquellen kann eine indirekte Beleuchtung bereits mit einem Strahltiefewert von 1 erzielt werden, da die von der Lichtquelle beleuchteten Objekte jeweils als selbstleuchtend erkannt werden.
Primäre Intensität / Sekundäre Intensität
Mit diesen Parametern können Sie die Helligkeit der GI in Abhängigkeit von der Zahl der Lichtreflexionen steuern. Der Parameter Primäre Intensität wirkt sich auf die direkt beleuchteten Bereiche aus und der Parameter Sekundäre Intensität auf reflektiertes Licht.
Gamma
Dieser Gammawert wirkt sich nur auf die indirekte GI aus. Mit Gammawerten wird festgelegt, wie die intern gerenderten Helligkeitswerte im RGB-Modus dargestellt werden sollen. Vereinfacht ausgedrückt: Es wird der Verlauf der Helligkeit vom Dunkelsten (Schwarz) zum Hellsten (Weiß) definiert.
Mit dem Gammawert können relativ dunkle Renderings (z. B. als Ergebnis einer niedrigen Strahltiefe) aufgehellt werden. Hohe Gammawerte verringern jedoch schnell den Kontrast und lassen das Bild insgesamt “flacher” erscheinen. Werte zwischen 1 und 3 haben sich als am effektivsten erwiesen, in manchen Fällen können aber auch höhere Werte erforderlich sein. Bei Werten unter 1 wird das Bild abgedunkelt und bei Werten über 1 aufgehellt.