Schärfentiefe

Anmerkung: Dieser Parameter Schärfentiefe betrifft nur den Standard-Renderer und wird als Post-Effekt betrachtet. Wenn Sie den physikalischen Renderer verwenden, gelten seine eigenen Schärfentiefeeinstellungen: siehe Schärfentiefe.
Bei der Schärfentiefe geht es um den Bereich eines gerenderten Bilds, in dem Objekte unscharf erscheinen, da sie aufgrund ihrer Entfernung zur Kamera (nah oder fern) außerhalb des Fokus liegen.
Bei einer großen Schärfentiefe wird ein großer Entfernungsbereich und bei einer kleinen Schärfentiefe ein relativ kleiner Bereich fokussiert dargestellt.
In der nachfolgenden Abbildung nehmen die Schärfentiefewerte von rechts nach links ab:
Mit dem Schärfentiefewert können Sie festlegen, welcher Bildteil im Fokus und welcher außerhalb des Fokus liegen soll. Es kann entweder der hintere (Unschärfe hinten) oder der vordere Bereich (Unschärfe vorne) unscharf dargestellt werden. Sie können den Fokus auch auf den mittleren Bereich einer Szene richten. In diesem Fall werden sowohl Vorder- als auch Hintergrund unscharf dargestellt. Ist keine der Optionen aktiviert, bleibt das Kameraverhalten unverändert, sodass alle Objekte im Fokus liegen.
Allgemein
Hier werden Typ und Stärke der hinzuzufügenden Unschärfe festgelegt.
Unschärfenstärke: Mit diesem Parameter wird die allgemeine Stärke der Unschärfe festgelegt. Diese Stärke wird durch andere Parameter wie z. B. Schärfentiefe und Radiale Unschärfe modifiziert. Beachten Sie, dass bei einer Unschärfenstärke von 0 % gar keine Unschärfe auftritt, selbst wenn für die anderen Unschärfeparameter hohe Werte festgelegt sind.
Schärfentiefe: Mit dem Wert Schärfentiefe wird die Stärke der Unschärfe feinabgestimmt. Legen Sie beispielsweise die Unschärfenstärke auf 80 % und die Schärfentiefe auf 50 % fest, beträgt die Stärke der Gesamtunschärfe 40 % (50 % von 80 %).
Radiale Unschärfe: Die radiale Unschärfe nimmt von der Bildmitte nach außen hin zu.
Autofokus aktivieren: Diese Option kann aktiviert werden, um die Autofokusfunktion einer echten Kamera zu simulieren. Das Objekt in der Mitte der Ansicht wird fokussiert, d. h. das entsprechende Objekt wird mit optimaler Schärfe dargestellt.
Autofokus: Damit das Objekt nicht exakt in der Mitte liegen muss, können Sie einen Toleranzwert für den Autofokus eingeben. Beim maximalen Wert von 100 % kann sich das Objekt in einem beliebigen Teil der Ansicht befinden. Bei niedrigeren Werten muss es näher zur Mitte liegen, um den Autofokus auszulösen.
Unschärfe vorne/Unschärfe hinten: In den Farbverläufen steht Schwarz für volle Schärfe und Weiß für volle Unschärfe (d. h. für den Wert Schärfentiefe). Grau steht für eine Stärke dazwischen (je heller das Grau, desto stärker die Unschärfe).
Linsendetails
Mit den Einstellungen auf der Seite Linsendetails können Sie den beliebten Filmeffekt simulieren, bei dem stellenweise hell erleuchtete Objekte aus dem Fokus gleiten. In den hellen Bereichen erscheinen Artefakte. Verwenden Sie die Linsendetails, um diese Artefakte anzupassen.
Linsenschärfe: Hiermit wird die Schärfe der Linsenartefakte angepasst.
Linsenintensität: Hiermit wird die Helligkeit der Linsenartefakte angepasst.
Linsenform: Wählen Sie die Form der Linse aus: Kreis, Dreieck, Rhombus, Fünfeck, Hexaeder, Heptagon, Oktagon oder Nonagon.
Linsenwinkel: Hiermit wird die Ausrichtung der Linsenartefakte gesteuert.
Farbton
Mit diesen Parametern können Färbungen hinzugefügt werden, die die Tiefe der Szene berücksichten. Sie können Ihren Renderings beispielsweise einen blauen Farbton hinzufügen, der in Richtung des Horizonts stärker wird (Luftperspektive), die orange Färbung des Horizonts bei Sonnenuntergang simulieren oder das tiefe, dunkle, kühle Blau einer Mondlichtszene nachbilden. Sie können außerdem den orangen Farbton eines Tageslichtfilms simulieren, der für Innenaufnahmen verwendet wurde, und den blauen Farbton eines Films für innen, wenn er für Außenaufnahmen verwendet wird.
Farbton verwenden
Farbe vorne
Farbe hinten
Bereiche verwenden / Kamera-Bereich verwenden
Es sind drei Zustände möglich. Der Kamerafokus wird stets berücksichtigt.
“Bereiche verwenden” deaktiviert: Bei diesem Zustand wird ein realitätsnaher Farbton erzeugt.
“Bereiche verwenden” aktiviert, “Kamera-Bereich verwenden” aktiviert: Die Funktionsweise ist mit der identisch, die für die Schärfentiefe beschrieben wurde. Nehmen Sie eine Kamera zur Hilfe, um die Farbtonbereiche zu definieren.
“Bereiche verwenden” aktiviert, “Kamera-Bereich verwenden” deaktiviert.
Vorne Start/Vorne Ende/Hinten Start/Hinten Ende
Der Farbtonbereich wird durch die Werte Vorne Start, Vorne Ende, Hinten Start und Hinten Ende (nicht die Kameraparameter) – ausgehend vom Kamerafokus – definiert. Dadurch können Sie den Farbton unabhängig von der Schärfentiefeeinstellung definieren.
Beschränkungen bei der Verwendung der Schärfentiefe
Probleme können in Bereichen auftreten, in denen unscharfe Objekte in Spiegelungen oder durch Transparenzen sichtbar sind.
Wenn Glühen nach der Schärfentiefe berechnet wird, können Ungenauigkeiten auftreten.
Wenn Glühen vor der Schärfentiefe berechnet wird, wird das Glühen durch die Schärfentiefe überschrieben.
Der Post-Effekt Glanz (Oberflächenkanal Glanz) kann nicht in Verbindung mit der Schärfentiefe verwendet werden.
Aktivieren Sie die Schärfentiefe NICHT, wenn in den Bildausgabeeinstellungen der Alpha-Kanal aktiviert ist. Er wird sonst nicht richtig gerendert.